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Dies ist ein maschinell übersetzter Artikel. Die Originalfassung ist auf Englisch verfügbar.

Zuletzt aktualisiert: · 17 Min. Lesezeit

Kurz gesagt
Kuwait, Katar und Bahrain gewinnen rund 90 Prozent ihres Trinkwassers oder mehr durch Entsalzung, Jemen, Äthiopien und Pakistan dagegen fast nichts. Die Anlagen entstehen dort, wo Kapital auf Küste trifft. Und den eigentlichen Abfluss berühren sie kaum: die Landwirtschaft, die etwa 70 Prozent des weltweiten Süßwassers entnimmt und oft Felder mit nahezu kostenlosem Wasser flutet. Die Lösung heißt Bepreisung und Regulierung. China schloss Hunderttausende Brunnen, beschränkte die Förderung und leitete Wasser heran, und der Grundwasserspiegel in der Nordchinesischen Ebene stieg wieder. Anderswo wachsen die Anlagen weiter an den Küsten empor, während dahinter der Grundwasserspiegel fällt.

Die Länder mit den schwersten Wasserkrisen verfügen kaum über Entsalzungskapazitäten. Großtechnische Entsalzung gibt es seit den 1960er-Jahren, und sie ist diesen Ländern immer wieder angepriesen worden, doch die Ökonomie dahinter ist für sie nie aufgegangen. Jemen, Äthiopien, Pakistan und weite Teile Afrikas südlich der Sahara leiden unter akuter, sich verschärfender Wasserknappheit. Zusammen besitzen sie nur einen winzigen Bruchteil der weltweiten Entsalzungskapazität: Eine von Saudi-Arabien finanzierte Meerwasserentsalzungsanlage für die jemenitische Hafenstadt Aden ist noch in Vorbereitung, und das Binnenland Äthiopien hat praktisch gar keine. Wo die Technik hinreicht und wo die Krise herrscht, das überschneidet sich fast nirgends.

Darin liegt das Kernproblem, wenn man Entsalzung als Antwort auf die globale Wasserknappheit betrachtet. Die Technik gilt als glänzende Lösung für ein Problem des ganzen Planeten, doch ihre Anlagen entstehen dort, wo Kapital und Küste zusammentreffen, und diese Kluft ist ökonomischer, nicht technischer Natur. Auch die Lösungen, die alle anderen erreichen würden, werden nicht umgesetzt, und zwar aus Gründen, die ebenfalls nichts mit Technik zu tun haben.

Was Entsalzung ist, was sie leistet und wo die Rechnung nicht aufgeht

Entsalzung funktioniert auf zweierlei Weise: Entweder wird Meerwasser unter hohem Druck durch halbdurchlässige Membranen gepresst, ein Verfahren namens Umkehrosmose, oder es wird erhitzt, bis es verdampft, und der entstehende Dampf wird kondensiert, sodass sich Süßwasser und Salz voneinander trennen. Beide Verfahren sind technisch ausgereift, und beide werden kommerziell in großem Maßstab eingesetzt.

Die Golfstaaten hängen davon ab. Kuwait, Katar und Bahrain gewinnen rund 90 Prozent ihres Trinkwassers oder mehr durch Entsalzung, Saudi-Arabien etwa 70 Prozent. Israels große Meerwasseranlagen an der Mittelmeerküste liefern rund 80 Prozent seines Trinkwassers, oder etwa ein Drittel des gesamten Süßwassers, das das Land 2022 bereitstellte. Eine sechste Anlage, Sorek 2, nahm 2025 die Wasserlieferung auf, und die langfristige Prognose der israelischen Wasserbehörde sieht nahezu eine Verdreifachung der Entsalzungskapazität vor, von jährlich etwa 600 Millionen Kubikmetern im Jahr 2022 auf rund 1.700 Millionen bis 2050. Das sind funktionierende Großanlagen, die tun, wofür sie gebaut wurden. Ob Entsalzung die globale Wasserkrise lösen kann, ist eine Frage der Ökonomie.

Die erste Grenze ist die Energie. Die Umkehrosmose braucht etwa 3 bis 4 Kilowattstunden, um aus Meerwasser einen Kubikmeter Süßwasser zu gewinnen, und die modernsten Anlagen kommen unter idealen Bedingungen auf rund 2,5 kWh/m³. Die herkömmliche Aufbereitung von Fluss- oder Seewasser benötigt etwa 0,2 bis 0,6 kWh/m³. Entsalzung verbraucht also pro erzeugter Wassermenge ungefähr fünf- bis zwanzigmal so viel Energie. Der Abstand ist groß, und wie weit er schrumpfen kann, begrenzt die Physik: Für die Entsalzung von Meerwasser liegt die thermodynamische Untergrenze bei etwa 1 kWh/m³.

Man halte das gegen den weltweiten Verbrauch. Die jährliche Süßwasserentnahme beläuft sich auf ungefähr 4.000 Kubikkilometer, und allein die Landwirtschaft beansprucht davon rund 2.800 km³. Auch nur einen nennenswerten Teil des weltweiten landwirtschaftlichen Wasserbedarfs durch entsalztes Wasser zu ersetzen, würde Energiemengen erfordern, die es in der nötigen Größenordnung nicht gibt. Künftige Effizienzgewinne können eine Grenze, die die Physik setzt, nicht beseitigen, und diese Grenze hat unmittelbare und dauerhafte ökonomische Folgen. Das Argument, Solarstrom werde die Entsalzung in diesem Maßstab irgendwann tragfähig machen, ist technisch schlüssig, kommt aber zu langsam, um zu helfen. Die Kapitalkosten für den Bau von Solar- und Entsalzungsinfrastruktur im erforderlichen Umfang bleiben für wasserarme Länder mit niedrigem Einkommen unerschwinglich, und die Grundwasserleiter, die sich heute leeren, haben nicht die Jahrzehnte Zeit, die dieser Übergang bräuchte.

Die zweite ist das, was am anderen Ende herauskommt. Für jeden Liter Süßwasser erzeugt die Entsalzung etwa 1,5 Liter hochsalzige Sole – ein Konzentrat, das bis zu etwa doppelt so salzig ist wie Meerwasser und Rückstände von Aufbereitungschemikalien wie Chlor und Antiscalants sowie Spuren von Metallen wie Kupfer enthält. Die Entsalzungsanlagen der Welt leiteten 2019 Schätzungen zufolge täglich rund 142 Millionen Kubikmeter dieser Sole ab. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Katar erzeugen zusammen 55 Prozent davon.

Der allergrößte Teil gelangt zurück ins Meer. Die lokalen ökologischen Folgen in der Nähe der Einleitstellen sind belegt: Hochsalzige, oft wärmere Fahnen können den Sauerstoffgehalt des Wassers senken, Organismen am Meeresboden und empfindliche Lebensräume wie Seegraswiesen belasten und die Konzentration von Kupfer und anderen Metallen erhöhen. Im Persischen Golf, an dessen Ufern etwa die Hälfte der weltweiten Meerwasserentsalzungskapazität steht, ballen sich diese Effekte: Einem Modell zufolge erhöht die Sole den Salzgehalt im Südwesten des Golfs entlang der arabischen Küste um bis zu etwa 4 Gramm pro Kilogramm. Eine separate Studie zum Becken als Ganzem kam zu dem Ergebnis, dass der durch Entsalzung verursachte Anstieg des Salzgehalts deutlich innerhalb der natürlichen Schwankungen des Golfs bleibt, selbst bei dem bis 2050 erwarteten Ausbau der Kapazität. Ihre Autoren stellen klar, dass dies ein Urteil für das gesamte Becken ist und dass das, was in der Umgebung einzelner Anlagen geschieht, muss weiter erforscht werden. Die Entsalzung im Binnenland hat mit anderen, aber ebenso ernsten Problemen bei der Soleentsorgung zu kämpfen. Ohne Ozean in der Nähe muss die Sole in den Untergrund verpresst, in teuren abgedichteten Becken verdunstet oder abtransportiert werden, und keine dieser Möglichkeiten ist billig oder umweltverträglich. Im Binnenland lässt sich die Soleentsorgung nur zu einem Preis lösen, und sie treibt die tatsächlichen Kosten der Entsalzung überall dort erheblich in die Höhe, wo man sie fern der Küste versucht. Zu den vollständigen, sauber gerechneten ökonomischen Kosten der Entsalzung gehören auch diese nachgelagerten Umweltkosten, und davon taucht im Preis des entsalzten Wassers wenig auf.

Die dritte ist das Kapital. Große Umkehrosmoseanlagen kosten in der Errichtung Hunderte Millionen bis über eine Milliarde Dollar, dazu kommen erhebliche laufende Betriebskosten. Jemen, Äthiopien, Pakistan und große Teile Afrikas südlich der Sahara, wo die Wasserkrisen am akutesten sind, können Kapital in dem Umfang und zu den Bedingungen, die diese Infrastruktur verlangt, nicht aufbringen; selbst die Meerwasseranlage, die für Aden im Jemen vorbereitet wird, hängt an saudischer Entwicklungsfinanzierung. Die Golfstaaten, Israel, Australien, Spanien und das kalifornische Küstengebiet können es, und sie nutzen die Entsalzung, um bereits funktionierende Wassersysteme aufzustocken.

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Der Nutzen der Technik fließt ganz überwiegend denen zu, deren Wasserversorgung ohnehin gesichert ist. Ihre Kosten an Energie und an Umweltschäden rund um die Einleitstellen verteilen sich breiter. Und die 2,1 Milliarden Menschen weltweit, die noch immer keinen Zugang zu sicher bewirtschaftetem Trinkwasser haben, erreicht sie kaum. Das gilt für die sechs Jahrzehnte, in denen Entsalzung im industriellen Maßstab betrieben wird, und das ist zu lange für eine bloße Verzögerung beim Ausbau, die mehr Zeit und mehr Investitionen beheben würden.

Das 70-Prozent-Problem

Die Landwirtschaft entnimmt ungefähr 70 Prozent des weltweit geförderten Süßwassers. In vielen ärmeren Ländern, in denen Subsistenz- und kommerzielle Bewässerung vorherrschen, liegt der Anteil bei 90 Prozent oder mehr, in Afghanistan, Mali, Nepal, Somalia und Sudan bei etwa 95 Prozent. Dem steht gegenüber: Sämtliche Entsalzungsanlagen der Welt zusammen, mit ihren rund 100 Millionen Kubikmetern Tageskapazität unter Volllast betrieben, kämen auf weniger als 40 km³ im Jahr, genug, um gerade einmal ein oder zwei Prozent dessen zu decken, was die Landwirtschaft entnimmt.

Die weltweit vorherrschende Bewässerungsmethode ist noch immer die Flutbewässerung, bei der Wasser in Furchen und Gräben geleitet wird und über die Felder flutet. Sie ist die ineffizienteste Methode, die es gibt: Das Wasser läuft zwischen den Pflanzenreihen ab, verdunstet in der Sonne und versickert unterhalb der Wurzelzone, wo die Pflanzen es nicht mehr aufnehmen können. Die typische Anwendungseffizienz der Flutbewässerung liegt bei etwa 40 bis 60 Prozent, rund die Hälfte des ausgebrachten Wassers erreicht also nie die Wurzeln, auch wenn ein Teil davon flussabwärts in Flüsse und Grundwasserleiter zurücksickert. Die Tropfbewässerung, die das Wasser über Schläuche und Tropfer direkt in die Wurzelzone bringt, erreicht eine Effizienz von 85 bis 90 Prozent. Die Technik ist nicht experimentell: Sie ist im Handel erhältlich und Jahrzehnte alt. Was sie bremst, sind die Kosten. Tropfsysteme sind teuer in Installation und Unterhalt, deshalb setzen Landwirte sie bei hochwertigen Kulturen ein oder dort, wo Wasser knapp ist und einen Preis hat, kaum aber dort, wo Wasser nichts kostet.

Die Flutbewässerung hält sich, weil landwirtschaftliches Wasser in den meisten Teilen der Welt systematisch kostenlos oder fast kostenlos ist. Hat Wasser keinen oder nur einen symbolischen Preis, entfällt der wichtigste wirtschaftliche Anreiz, in Effizienz zu investieren. Landwirte, die ihre Felder weiter fluten, reagieren rational auf die Anreize, die sie vorfinden.

Die Subventionen sind groß und meist dem Blick entzogen. Die kalifornische Landwirtschaft verbraucht etwa 80 Prozent des erschlossenen, bewirtschafteten Wasserangebots des Bundesstaats, oder etwa 40 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs, wenn man die ökologischen Abflüsse mitzählt, und trägt dabei rund 2 Prozent zum BIP des Bundesstaats bei. Ein Großteil dieses Wassers fließt durch Bundesinfrastruktur, die das US Bureau of Reclamation gebaut hat und betreibt. Die Behörde hat landwirtschaftliche Nutzer in der Vergangenheit zu Preisen beliefert, die nur einen kleinen Bruchteil der Vollkosten ausmachten. Die Environmental Working Group errechnete, dass der durchschnittliche Preis für Bewässerungswasser aus dem Central Valley Project 2002 bei weniger als 2 Prozent dessen lag, was Einwohner von Los Angeles für Trinkwasser zahlten, und dass die Gesamtsubvention für die Landwirte des Projekts höher war als die rund 48 Millionen Dollar, die sie in jenem Jahr für ihr Wasser bezahlten. Bewässerungsbetriebe in Projekten des Bureau of Reclamation zahlen ihren Anteil an den Baukosten seit Beginn des Programms im Jahr 1902 zinsfrei zurück, und bis 1996 war etwa die Hälfte der 7,1 Milliarden Dollar an Baukosten, die den Bewässerern zugerechnet worden waren, auf andere Zahler abgewälzt worden, vor allem auf die Abnehmer von Wasserkraftstrom.

Dieselbe Dynamik wirkt weltweit, angepasst an die jeweiligen politischen Verhältnisse. Subventionierte Bewässerung treibt den Anbau wasserintensiver Kulturen in Regionen voran, die ihn ohne ausgebeutete Grundwasserleiter oder umgeleitete Flüsse nicht tragen können. In Zentralasien haben Bewässerungsprojekte für Baumwolle aus der Sowjetzeit, von den postsowjetischen Regierungen fortgeführt, den Aralsee zum Kollaps gebracht. Einst der viertgrößte See der Erde, ist er heute großenteils eine Salzwüste und eine gesundheitliche Katastrophe. In den wasserarmen Regionen Punjab und Sindh in Pakistan wird Reis angebaut, der Wasser in Mengen verbraucht, die das Indussystem nicht dauerhaft liefern kann. Mandeln und Pistazien, gemessen am Wert unter Kaliforniens größten Agrarexporten, sind Dauerkulturen, die das ganze Jahr über Wasser brauchen, und sie wachsen in einer Beinahe-Wüste mit Wasser, das weit unter seinem Knappheitswert bepreist ist.

Auf dem Papier ist die Lösung einfach: landwirtschaftliches Wasser zu seinem tatsächlichen Knappheitswert oder nahe daran bepreisen, mit den Einnahmen Übergangshilfen für kleinere und Subsistenzbetriebe finanzieren, die auf effizientere Systeme umsteigen, und arme Kleinbauern durch gezielte, an die Verbrauchsmenge gebundene Subventionen schützen statt durch pauschale Preise unter Marktniveau. Manche Regierungen haben sich bereits in diese Richtung bewegt. Israel hat unter anhaltendem Knappheitsdruck den Landwirten annähernd die tatsächlichen Kosten ihres Wassers berechnet und ihren Verbrauch durch durchgesetzte Quoten gedeckelt – israelische Landwirte beklagen, ihre Wassertarife seien die höchsten in der OECD, und eine Novelle des Wassergesetzes von 2025 senkt einige davon. Australien hat dasselbe im Murray-Darling-Becken getan, unvollkommen und unvollständig, aber messbar.

Das politische Hindernis besteht darin, dass landwirtschaftliche Wählergruppen in den meisten demokratischen Systemen überproportional viel Macht besitzen. Ländliche Stimmen sind in den Parlamenten strukturell übergewichtet, und Agrarlobbys verfügen über reichlich Geld. Die Geschäftsmodelle großer, wasserintensiver Betriebe sind auf billiges Wasser gebaut, und eine Reform bedroht diese Modelle unmittelbar.

Eine Reform des Agrarwassers reicht auch in die Frage hinein, was angebaut wird. Die ökonomische Begründung für wasserintensive Kulturen in Trockengebieten beruht zu einem großen Teil auf billigem Wasser. Bepreist man Wasser richtig, ändert sich die Rechnung für Baumwolle in Usbekistan, Mandeln im Fresno County und Reis im Sindh, und die Märkte passen an, was angebaut wird.

Den Rest bepreisen

Das Agrarwasser ist mit Abstand der größte Hebel, doch das Problem falscher Preise erstreckt sich auf jede Wassernutzung. Wasser für private Haushalte in Städten, für die Industrie und für das Gewerbe ist in den meisten Teilen der Welt systematisch zu billig, mit vorhersehbarer Verschwendung als Folge. Was nichts oder fast nichts kostet, wird auf eine Weise verbraucht, die sich bei echten Preisen nicht halten würde: Rasenflächen in Wüstenstädten, Autowaschanlagen, Industrieprozesse, die Wasser vergeuden, Hotelpools in wasserarmen Regionen.

Der übliche politische Einwand gegen Wasserpreise lautet, sie verweigerten ein Menschenrecht, und ein Teil dieses Arguments trifft zu. Der Zugang zu einer Mindestmenge Wasser zum Trinken, Kochen und für grundlegende Hygiene ist ein Menschenrecht, und Preissysteme, die armen Haushalten die Grundversorgung mit Wasser unerreichbar machen, sind ungerecht.

In der Praxis ist das Argument jedoch zu einem politischen Schutzschild geworden, das vor allem Großverbraucher von Wasser vor sich hertragen, um ihre Subventionen zu verteidigen. Arme Haushalte verbrauchen bescheidene Mengen: Etwa 20 Liter pro Person und Tag reichen oft zum Trinken, Kochen und Händewaschen, und Haushalte mit einem Wasserhahn auf dem Grundstück verbrauchen typischerweise etwa 50. Diejenigen, deren Wasserrechnung bei korrekten Preisen am stärksten steigt, sind wohlhabende Privatnutzer, Gewerbebetriebe und, am stärksten, die bereits erwähnten landwirtschaftlichen Interessen. Wenn Agrarlobbys, Golfplatzbetreiber und Industrienutzer sich auf das Menschenrecht auf Wasser berufen, um gegen eine Preisreform vorzugehen, verteidigen sie vor allem ihren eigenen Zugang zu billigem Wasser und weniger den von Subsistenzbauern oder städtischen Armen.

Das politische Modell, das diesen Einwand beantwortet, ist umgesetzt und dokumentiert. Südafrikas Free-Basic-Water-Politik, 2001 als Teil der Zusagen der Post-Apartheid-Regierung zur Grundversorgung eingeführt, gibt jedem Haushalt die ersten 6.000 Liter im Monat kostenlos, genug für das Nötigste zum Trinken, Kochen und für die Hygiene, und erhebt oberhalb dieser Schwelle progressive Blocktarife, sodass Vielverbraucher pro Einheit zunehmend mehr zahlen. Die erklärte Logik war, dass arme Haushalte, die wenig Wasser verbrauchen, nichts zahlen sollten, während Vielverbraucher reale Preise zahlen würden. Die Umsetzung ist unvollkommen geblieben. Mit der Zeit haben klamme Kommunen das Freikontingent auf registrierte arme Haushalte beschränkt und es mit durchflussbegrenzenden Vorrichtungen durchgesetzt, und in Tshwane können die steilen Blockpreise, mit denen das Kontingent finanziert wird, manche einkommensschwache Haushalte schlechterstellen. Das zugrunde liegende Modell aber, ein kostenloser oder billiger Grundversorgungsblock mit darüber progressiv steigenden Preisen, ist praktikabel, und Varianten davon gibt es auch anderswo: Chile subventioniert die Wasserrechnungen einkommensschwacher Haushalte auf Grundlage eines 1989 verabschiedeten Gesetzes, und Flandern in Belgien gab jedem Einwohner von 1997 an 15 Kubikmeter Wasser im Jahr kostenlos, bis die Regelung 2016 abgeschafft wurde.

Wo sich Widerstand gegen Grundversorgungstarife regt, kommt er meist von Industrie, Landwirtschaft und einkommensstarken Privatverbrauchern, nicht in erster Linie von den armen Haushalten, die der Einwand zu schützen vorgibt. In Südafrika kam der Druck auf das Freikontingent von Kommunen, die der Kostendeckung Vorrang gaben, nicht von den Bewohnern der Townships, die darauf angewiesen sind. In Kalifornien beruft sich die Agrarlobby, die seit Jahrzehnten eine Reform der Wasserpreise blockiert, in ihrer öffentlichen Kommunikation auf kleine Familienbetriebe, während sie Betriebe vertritt, die jährlich Hunderttausende Acre-Feet zu subventionierten Tarifen verbrauchen.

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Die Krise im Aquifer

Die Erschöpfung des Grundwassers ist ein Wassernotstand, der sich im Verborgenen aufbaut. Große Grundwasserleiter in aller Welt werden in einem Tempo abgepumpt, für das es kein Vorbild und kein Gleichgewicht gibt. Der Ogallala-Aquifer unter den Great Plains der USA liefert rund 30 Prozent des gesamten Grundwassers, das in den Vereinigten Staaten zur Bewässerung genutzt wird. In den südlichen High Plains von Texas füllt der Regen den Grundwasserleiter im Durchschnitt nur um etwa einen Zentimeter pro Jahr auf, und zwischen den Playa-Seen der Region liegt die Neubildung nahe null. Im Westen von Kansas und im texanischen Panhandle sinkt der Grundwasserspiegel häufig um 1 bis 3 Fuß pro Jahr. In manchen Gebieten des Aquifers ist er um mehr als 100 Fuß gefallen, seit nach dem Zweiten Weltkrieg das großflächige Pumpen begann. Vom Beginn der intensiven Förderung bis 2015 verlor der Aquifer etwa 273 Millionen Acre-Feet gespeichertes Wasser, ungefähr so viel, wie der Colorado River in 18 Jahren auf natürliche Weise führt.

Der Grundwasserleiter der Nordchinesischen Ebene, der den Weizen- und Maisanbau für Hunderte Millionen Menschen bewässert, zeigt beides: das Ausmaß des Schadens und den Ausweg. Er wurde unerbittlich abgepumpt: In der weiteren nordchinesischen Region aus Peking, Tianjin, Hebei und Shanxi gingen zwischen 2003 und 2010 jährlich rund 8 km³ Grundwasser verloren. Dann schloss China Hunderttausende Brunnen, beschränkte die Förderung und leitete Wasser aus dem Süden heran, und der Trend kehrte sich um. Seit 2020 ist der Grundwasserspiegel in der ganzen Ebene um etwa 0,7 Meter pro Jahr gestiegen, und 2024 lag er wieder über dem Stand von 2005. Große Grundwassersysteme unter dem Punjab in Indien und Pakistan, wo der Anbau von Reis und Weizen in enormem Umfang seit Jahrzehnten von der Grundwasserförderung abhängt, stecken in jener Art von Schwierigkeiten, in denen Nordchina steckte. Wo keine Regulierung eingegriffen hat, summieren sich diese regionalen Probleme zu gleichzeitigen, großflächigen Erschöpfungen von Wasservorräten, die sich über Jahrtausende angesammelt haben und nun binnen Jahrzehnten aufgebraucht werden.

Die Ökonomie ungeregelter Grundwassernutzung ist die Tragik der Allmende. Jeder einzelne Landwirt hat einen rationalen Anreiz, so viel wie möglich zu pumpen, bevor die Nachbarn es tun. Was im Grundwasserleiter bleibt, steht allen zur Verfügung. Die individuell rationale Strategie, jetzt zu fördern, führt kollektiv in die Katastrophe der Erschöpfung. Bei fossilen Grundwasserleitern, die sich nur in geologischen Zeiträumen neu bilden, ist die Erschöpfung praktisch endgültig. Es bräuchte Hunderte bis Tausende Jahre Niederschlag, um zu ersetzen, was Teilen des Ogallala entnommen wurde.

Der Zusammenhang mit der Entsalzung zeigt, wie sehr die vorherrschende politische Antwort am Problem vorbeigeht. In Teilen des amerikanischen Westens und des Nahen Ostens werden Entsalzungsanlagen gebaut oder ernsthaft geplant, und zwar in Regionen, die zugleich ihre Grundwasserleiter durch landwirtschaftliche Förderung erschöpfen. Die Entsalzung liefert Trinkwasser für die Städte, während die Landwirtschaft den gemeinsamen Grundwasserleiter darunter weiter leert. Die kapitalintensivste und energieintensivste Wasserlösung, die es gibt, wird gegen das Symptom eingesetzt, einen Wassermangel in den Städten, während die eigentliche Ursache, die unbepreiste Grundwasserförderung der Landwirtschaft, weitgehend ungebremst weitergeht, sodass die teure Lösung und das Aufzehren der gemeinsamen Ressource nebeneinander voranschreiten.

Die Antwort auf die Erschöpfung des Grundwassers ist Regulierung: Entnahmegrenzen auf Grundlage der nachhaltig nutzbaren Menge, eine Infrastruktur zur Überwachung, durchsetzbare Reformen der Wasserrechte und Institutionen mit echter Befugnis, Zuteilungen zu kürzen, wenn die Grundwasserstände sinken. Nichts davon erfordert neue Technik. Schwierig ist es, sich über die Interessen derer hinwegzusetzen, die heute fördern und die in den Regionen, in denen es am meisten darauf ankommt, erhebliche wirtschaftliche und politische Macht besitzen.

Das australische Murray-Darling-Becken ist ein Flusssystem und kein Grundwasserleiter, aber es zeigt, wie eine ernsthafte Regulierung einer gemeinsamen Wasserressource aussieht, wenn sich eine Regierung darauf einlässt. In den 2000er-Jahren war das Flusssystem so stark überzuteilt, mit Bewässerungslizenzen für mehr Wasser, als das System dauerhaft liefern konnte, dass die Mündung des Murray während der Millennium-Dürre acht Jahre lang durch Ausbaggern offen gehalten werden musste und der Niedergang der Ökosysteme des Beckens dokumentiert war. Der Murray-Darling Basin Plan wurde im November 2012 gesetzlich verankert und legte verbindliche Obergrenzen für die Entnahme fest, zusätzlich zu einem bestehenden Markt, auf dem Wasserrechte gehandelt werden konnten. Gestützt wurde er durch das 12,9 Milliarden australische Dollar schwere Programm Water for the Future der Bundesregierung, das davon 3,1 Milliarden für den Ankauf von Bewässerungsrechten von verkaufswilligen Inhabern vorsah und 5,8 Milliarden für die Förderung effizienterer Bewässerungsinfrastruktur. Das ursprüngliche Ziel lag bei 3.000 bis 4.000 Gigalitern Wasser, die den ökologischen Abflüssen zurückgegeben werden sollten. Nach jahrelangem Druck der Agrarindustrie lag die gesetzlich festgelegte Zahl mit 2.750 GL niedriger, weitere 450 GL sollten über Effizienzprojekte gewonnen werden, und die Zahlen sind seither erneut angepasst worden.

2015 deckelte die Regierung auf Lobbydruck von Bewässerern und Agrarverbänden, darunter die National Farmers‘ Federation, die Rückkäufe von Wasser bei 1.500 GL. Seitdem ist der Plan umkämpft, vor Gericht angefochten und nach unten korrigiert worden. Im Dezember 2023 hob der Restoring Our Rivers Act die Obergrenze für Rückkäufe auf und verlängerte die Fristen für die Rückgewinnung von Wasser, und die erste vollständige gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung des Plans durch die Murray-Darling Basin Authority steht 2026 an. Zugleich ist der Plan ein seltener Versuch einer Regierung, ein großes gemeinsames Wassersystem als bewirtschaftete Allmende zu behandeln statt als Ressource zur freien Entnahme, und in den Flussabschnitten, in die wieder Wasser für die Umwelt geleitet wurde, hat sich der ökologische Zustand messbar verbessert. Seine Geschichte, die keine Erfolgsgeschichte ist, zeigt, was ernsthafte Regulierung verlangt: Jahre des Konflikts mit mächtigen landwirtschaftlichen Wählergruppen, politische Rückzieher und unvollständige Umsetzung.

Warum immer wieder die falsche Antwort gebaut wird

Regierungen, Entwicklungsbanken und Infrastrukturinvestoren finanzieren Entsalzung, weil sie politisch wenig kostet. Sie schafft neues Wasserangebot, ohne irgendwem Wasser wegzunehmen: Sie verlangt keine Reform der Agrarwasserpreise, keine Grenzen für die Grundwasserförderung und keine Konfrontation mit einer mächtigen Gruppe von Wassernutzern. Politiker können eine Lösung für das Wasserproblem verkünden und an einer neuen Anlage das Band durchschneiden, ohne den Kampf, den eine echte Lösung verlangt.

Das Muster setzt sich in der internationalen Entwicklungsfinanzierung fort. Multilaterale Entwicklungsbanken und bilaterale Hilfsprogramme haben erhebliches Kapital in Entsalzungsprojekte in wasserarmen Entwicklungsländern gelenkt, während in denselben Regionen die Preise für Agrarwasser unreformiert bleiben und die Regulierung des Grundwassers schwach bleibt. Der Grund ist banal: Eine Entsalzungsanlage ist ein Investitionsprojekt mit festgelegten Kosten, einer messbaren Leistung (Kubikmeter Wasser pro Tag) und einer Kreditstruktur, die Entwicklungsfinanzierer verstehen. Sie bringt Ingenieuraufträge ein, oft für Firmen aus den Geberländern. Eine Reform der Wasserregulierung, ob man nun Agrarwasser neu bepreist, Grenzen für die Grundwasserförderung festlegt oder ein System von Wasserrechten aufbaut und durchsetzt, hat kaum eine dieser Eigenschaften. Sie lässt sich nicht als Kredit für Anlagekapital strukturieren und bietet keinen Anlass für einen Festakt mit Banddurchschneiden. Sie verlangt jahrzehntelanges, beharrliches institutionelles Engagement und ruft Widerstand von Gruppen mit politischem Zugang hervor. Im Vokabular der Entwicklungsfinanzierung ist sie nicht auf dieselbe Weise finanzierbar. So fließt gut gemeintes Geld in die Anlage, und die Reform, die keine Anlage ersetzen kann, wartet.

Die Wasserkrise ist ein Versagen der Regulierung, das so beharrlich anhält und sich politisch so bequem falsch diagnostizieren lässt, dass es heute wie eine technologische Lücke aussieht. Die Lösungen sind bekannt und ökonomisch schlüssig, und sie haben dort funktioniert, wo sie unter ausreichendem Druck umgesetzt wurden. Israel hat neben seinen Entsalzungskapazitäten eine ernsthafte Wasserregulierung aufgebaut: echte Preise für Agrarwasser, Abwasserrecycling in großem Maßstab (Israel verwendet über 80 Prozent seines geklärten Abwassers wieder in der Landwirtschaft, die höchste Quote der Welt) und Nachfragesteuerung. Australiens Murray-Darling-Reform ist bei allen Schwächen ehrgeiziger als alles, was in den meisten überzuteilten Flusssystemen der Welt versucht wurde. Singapur, eine kleine Insel, die nicht genug Regen für ihren Bedarf auffangen kann und lange auf Wasser angewiesen war, das per Pipeline aus Malaysia kam, entwickelte eine Strategie der „vier nationalen Wasserhähne“: lokale Einzugsgebiete, importiertes Wasser, Entsalzung und aufwendig aufbereitetes Abwasser unter dem Markennamen NEWater, das inzwischen bis zu 40 Prozent des landesweiten Bedarfs decken kann. Dazu kamen gestaffelte Preise, bei denen Haushalte oberhalb von 40 Kubikmetern im Monat pro Kubikmeter mehr bezahlen.

In Israel und Australien kam die ernsthafte Reform der Regulierung erst, als die politisch bequemeren Optionen sichtbar gescheitert waren und die politischen Kosten der Reform geringer wurden als die Kosten, ohne sie weiterzumachen.

Der größte Teil der Welt schöpft die bequemeren Optionen noch aus. Ob eine Reform kommt, bevor die Grundwasserleiter leer sind, hängt davon ab, welche Interessen an Macht verlieren, wenn Wasser richtig bepreist wird, und davon, ob sich diejenigen, die die Kosten der Verzögerung tragen, vor allem künftige Wassernutzer, gegen diejenigen organisieren können, die von den heutigen Verhältnissen profitieren. Bis dahin werden entlang der Küsten weiter Anlagen entstehen, und hinter ihnen wird der Grundwasserspiegel weiter sinken.

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Weiterführende Literatur

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Artikel zitieren
Lena Martin. “Warum Entsalzung die Wasserkrise nicht gelöst hat – und was sie tatsächlich lösen würde.” Eikleaf, 27. April 2026, aktualisiert 25. Oktober 2026. https://www.eikleaf.com/de/why-desalination-hasnt-solved-the-water-crisis-and-what-actually-would/

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Bildnachweise

Umkehrosmose-Entsalzungsanlage – Wikipedia (James Grellier)

Wichtige Quellen und Literaturhinweise

Desalination capacity, energy and brine

Arab News (2026). Saudi-backed projects boost reconstruction, services in Yemen’s Aden (preparations for a seawater desalination plant in Aden, financed by the Saudi Development and Reconstruction Program for Yemen). https://www.arabnews.pk/node/2653037/saudi-arabia

Frost & Sullivan (12 March 2019). Frost & Sullivan study shows desalination investments in Africa on the rise (North Africa holds 79.9% of Africa’s capacity; high capital and operating costs restrain sub-Saharan growth). https://www.frost.com/news/press-releases/frost-sullivan-study-shows-desalination-investments-in-africa-on-the-rise/

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Al Jazeera (12 March 2026). How much of the Gulf’s water comes from desalination plants? (drinking water: Qatar more than 99%, Bahrain more than 90%). https://www.aljazeera.com/news/2026/3/12/how-much-of-the-gulfs-water-comes-from-desalination-plants

Water Resources Podcast, Bureau of Economic Geology, University of Texas at Austin (2023). Importance of Seawater Desalination and Wastewater Reuse in Israel (~80% of potable water from desalination). https://wrp.beg.utexas.edu/node/31

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Ritchie, H. (September 2024). How much energy does desalinisation use? Sustainability by Numbers. https://hannahritchie.substack.com/p/how-much-energy-does-desalinisation

Plappally, A.K. and Lienhard V, J.H. (2012). Energy requirements for water production, treatment, end use, reclamation, and disposal. Renewable and Sustainable Energy Reviews, 16(7), 4818–4848. https://doi.org/10.1016/j.rser.2012.05.022

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Babajide, O.E. et al. (2026). A Review on Engineering Approaches to Reverse Osmosis Brine Management: Disposal, Volume Reduction and Emerging Resource Recovery (seawater RO brine typically 60–85 g/L, about 1.5–2 times seawater; residual antiscalants and treatment chemicals). Journal of Applied Membrane Science & Technology, 30, 23–61. https://amst.utm.my/index.php/amst/article/download/344/353/2017

The Persian Gulf

Sharifinia, M. et al. (2019). Prevention is better than cure: Persian Gulf biodiversity vulnerability to the impacts of desalination plants. Global Change Biology, 25(12), 4022–4033. https://doi.org/10.1111/gcb.14808

Ibrahim, H.D. and Eltahir, E.A.B. (2019). Impact of brine discharge from seawater desalination plants on Persian/Arabian Gulf salinity. Journal of Environmental Engineering, 145(12), doi:10.1061/(ASCE)EE.1943-7870.0001604 (Gulf plants hold about 50% of world seawater desalination capacity; salinity raised by about 4.3 g/kg in the south-western Gulf). https://eltahir.mit.edu/journals/impact-of-brine-discharge-from-seawater-desalination-plants-on-persian-arabian-gulf-salinity

Paparella, F., D’Agostino, D. and Burt, J.A. (2022). Long-term, basin-scale salinity impacts from desalination in the Arabian/Persian Gulf. Scientific Reports, 12, 20549. https://doi.org/10.1038/s41598-022-25167-5

NYU Abu Dhabi / Phys.org (December 2022). Team predicts environmental effects of increased desalination and climate change in the Gulf region through 2050. https://phys.org/news/2022-12-team-environmental-effects-desalination-climate.html

Access to water

WHO/UNICEF Joint Monitoring Programme (26 August 2025). 1 in 4 people globally still lack access to safe drinking water (2.1 billion people lack safely managed drinking water). https://www.who.int/news/item/26-08-2025-1-in-4-people-globally-still-lack-access-to-safe-drinking-water—who–unicef

World Health Organization (2020). Domestic water quantity, service level and health, 2nd edition (about 20 L/person/day often sufficient for drinking, cooking, food hygiene and handwashing; about 50 L/person/day with one tap on-plot). https://www.who.int/publications/i/item/9789240015241

Agriculture and irrigation

FAO (2012). FAO Statistical Yearbook 2012: World Food and Agriculture, Part 4 (Sustainability dimensions), „Water“ (3,941 km³ withdrawn in 2005; agriculture about 70%). https://www.fao.org/4/i2490e/i2490e04b.pdf

FAO AQUASTAT. Water use: methodology. https://www.fao.org/aquastat/en/overview/methodology/water-use/

UNESCO (2024). United Nations World Water Development Report 2024. https://www.unesco.org/reports/wwdr/en/2024/s

UN News (12 December 2025). UN sounds alarm over rising demands on water resources as scarcity increases (agriculture about 72% of withdrawals; 95% in Afghanistan, Lao PDR, Mali, Nepal, Somalia and Sudan). https://news.un.org/en/story/2025/12/1166582

Water Footprint Calculator. Why All Farms Don’t Use Drip Irrigation (flood irrigation loses about 50% of water applied; drip can be expensive to install and operate). https://watercalculator.org/footprint/farmers-use-drip-irrigation/

FAO. Irrigation Water Management: Irrigation Methods, chapter 6, Drip irrigation („Generally only high value crops are considered because of the high capital costs“). https://www.fao.org/4/S8684E/s8684e07.htm

Bali, K. (2016). Irrigation methods and efficiencies (drip 85–90%). California Department of Food and Agriculture, FREP conference presentation. https://www.cdfa.ca.gov/is/ffldrs/frep/pdfs/2016FREPPresentations/1-8BaliIrrigationETMethods.pdf

Jägermeyr, J. et al. (2015). Water savings potentials of irrigation systems: global simulation of processes and linkages. Hydrology and Earth System Sciences, 19, 3073–3091. https://hess.copernicus.org/articles/19/3073/2015/

Public Policy Institute of California. Water Use in California’s Agriculture (about 40% of statewide water use and 80% of human water use; about 2% of state GDP). https://www.ppic.org/publication/water-use-in-californias-agriculture/

Simon, E. (6 May 2015). With urban water use in California cut, agriculture regulations scrutinized. ABC News. https://abcnews.com/US/california-water-rules-leave-agriculture/story?id=30843208

Environmental Working Group (December 2004). California Water Subsidies. https://www.ewg.org/research/california-water-subsidies

US General Accounting Office (1996). Bureau of Reclamation: Information on Allocation and Repayment of Costs of Constructing Water Projects (RCED-96-109). https://www.govinfo.gov/content/pkg/GAOREPORTS-RCED-96-109/html/GAOREPORTS-RCED-96-109.htm

Micklin, P. (2007). The Aral Sea Disaster. Annual Review of Earth and Planetary Sciences, 35, 47–72. https://doi.org/10.1146/annurev.earth.35.031306.140120

NASA Earth Observatory. The Aral Sea before the streams ran dry. https://science.nasa.gov/earth/earth-observatory/the-aral-sea-before-the-streams-ran-dry-77193

California Department of Food and Agriculture. California Agricultural Exports 2024–2025. https://www.cdfa.ca.gov/Statistics/PDFs/2024-2025_california_agricultural_exports.pdf

Times of Israel (3 April 2025). Government amends Water Law to cut price for farmers. https://www.timesofisrael.com/government-amends-water-law-to-cut-price-for-farmers/

OECD (2010). OECD Review of Agricultural Policies: Israel 2010. https://doi.org/10.1787/9789264079397-en

Water pricing and lifeline tariffs

Szabó, A., University of Houston Center for Economic Growth and Opportunity. The value of free water: Analyzing South Africa’s Free Basic Water Policy (6 kl per household per month free since 2001; in Tshwane, the high unit prices needed to fund the free allowance „unintentionally hurt“ low-income households). https://www.uh.edu/class/economics/cego/research/economic-development/water-project/study-one/

Scheba, S. (15 October 2022). South African „Free Basic Water“ policy: from progressive to regressive agenda? Water Alternatives blog. https://www.water-alternatives.org/index.php/blog/fbw

Republic of Chile (1989). Ley 18.778, que establece subsidio al pago de consumo de agua potable y servicio de alcantarillado de aguas servidas (FAOLEX text). https://faolex.fao.org/docs/pdf/chi180333.pdf

Belgian Court of Arbitration (1998). Judgment 36/1998 on the Flemish decree of 20 December 1996 (free supply of 15 m³ per person per year from 1 January 1997). https://nl.const-court.be/public/n/1998/1998-036n.pdf

De Watergroep (January 2016). Een nieuwe waterfactuur voor huishoudelijke klanten (the free 15 m³ ended on 1 January 2016). https://www.dewatergroep.be/-/media/de-watergroep/drinkwater/tarieven-en-facturatie/folder-een-nieuwe-waterfactuur-voor-huishoudelijke-klantenpdf.pdf · https://corporate.dewatergroep.be/en/drinking-water/the-flemish-water-bill-explained

Groundwater

McGuire, V.L. (2017). Water-level and recoverable water in storage changes, High Plains aquifer, predevelopment to 2015 and 2013–15. US Geological Survey Scientific Investigations Report 2017-5040 (about 175,000 square miles in eight states; storage down about 273.2 million acre-feet since predevelopment). https://pubs.usgs.gov/publication/sir20175040

Dennehy, K.F., Litke, D.W. and McMahon, P.B. (2002). The High Plains Aquifer, USA: groundwater development and sustainability (about 30% of the nation’s groundwater used for irrigation). US Geological Survey. https://pubs.usgs.gov/publication/70024629

Wood, W.W. and Sanford, W.E. (1995). Chemical and isotopic methods for quantifying ground-water recharge in a regional, semiarid environment (Southern High Plains recharge about 11 mm a year). Ground Water, 33(3), 458–468, doi:10.1111/j.1745-6584.1995.tb00302.x. https://www.usgs.gov/publications/chemical-and-isotopic-methods-quantifying-ground-water-recharge-a-regional-semiarid

Texas Water Development Board. Southern Ogallala groundwater availability model, report appendices (recharge between playas). https://www.twdb.texas.gov/groundwater/models/gam/ogll_s/OGLL_S_Report_Appendices.pdf

Texas A&M AgriLife, Ogallala Aquifer Program (water-level declines of 1 to 3 feet per year). https://ogallala.tamu.edu/?p=301

TreeFlow. The first reconstruction of streamflow for Lees Ferry (natural flow record of the Colorado River averaged 15.0 million acre-feet a year to 1975). https://www.treeflow.info/node/28

Feng, W. et al. (2013). Evaluation of groundwater depletion in North China using the Gravity Recovery and Climate Experiment (GRACE) data and ground-based measurements. Water Resources Research, 49(4), 2110–2118 (8.3 ± 1.1 km³ a year in 2003–2010 across about 370,000 km² of Beijing, Tianjin, Hebei and Shanxi). https://doi.org/10.1002/wrcr.20192

China Daily (1 March 2023). Nation reverses major decline in northern groundwater levels (279,000 wells closed). https://mobile.chinadaily.com.cn/html5/2023-03/01/content_004_63fe6497ed5071e117b53949.htm

Long, D. et al. (2020). South-to-North Water Diversion stabilizing Beijing’s groundwater levels. Nature Communications, 11, 3665 (doi:10.1038/s41467-020-17428-6). https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7374106/

Long, D. et al. (2025). Unprecedented large-scale aquifer recovery through human intervention. Nature Communications, 16, 7296 (North China Plain groundwater levels rising about 0.7 m a year since 2020, above 2005 levels by 2024). https://www.nature.com/articles/s41467-025-62719-5

Nature (2009). Satellite data show Indian water stocks shrinking. https://www.nature.com/articles/460789a

The Murray-Darling Basin

Government of South Australia, Department for Environment and Water. Millennium Drought (the Murray Mouth almost closed in 2002, triggering round-the-clock dredging for the following eight years). https://www.environment.sa.gov.au/topics/water-and-river-murray/basin-river-murray-lakes-and-the-coorong/river-murray-droughts/millennium-drought

Wheeler, S.A. (27 February 2023). Water buybacks are back on the table in the Murray-Darling Basin. Here’s a refresher on how they work. Global Water Forum (republished from The Conversation). https://globalwaterforum.org/2023/02/27/water-buybacks-are-back-on-the-table-in-the-murray-darling-basin-heres-a-refresher-on-how-they-work/

Senate Environment and Communications References Committee, Parliament of Australia. Chapter 3: Water buybacks and infrastructure investment (Water for the Future: A$3.1 billion for purchasing water entitlements, A$5.8 billion for irrigation infrastructure). https://www.aph.gov.au/Parliamentary_Business/Committees/Senate/Environment_and_Communications/Completed_inquiries/2010-13/waterlicences/report/c03

Senate Rural and Regional Affairs and Transport References Committee, Parliament of Australia. Inquiry into the management of the Murray-Darling Basin, chapter 5 (Restoring the Balance buyback, A$3.1 billion over 10 years; A$5.8 billion infrastructure programme). https://www.aph.gov.au/Parliamentary_Business/Committees/Senate/Rural_and_Regional_Affairs_and_Transport/Completed_inquiries/2008-10/murray_darling/report/c05

Quiggin, J. (1 December 2011). Sausages, legislation and the Draft Basin Plan (2,750 GL against the 3,000 to 4,000 GL suggested in the 2010 Guide as the minimum for a sustainable outcome). https://johnquiggin.com/2011/12/01/sausages-legislation-and-the-draft-basin-plan/

National Farmers‘ Federation (2015). Farmers stress importance of legislating cap on water buybacks. https://nff.org.au/media-release/farmers-stress-importance-of-legislating-cap-on-water-buybacks/

Parliament of Australia (2023). Water Amendment (Restoring Our Rivers) Bill 2023 (repeals the statutory 1,500 GL cap on Commonwealth water purchases; extends deadlines). https://www.aph.gov.au/Parliamentary_Business/Bills_LEGislation/Bills_Search_Results/Result?bId=r7076

Government of South Australia, Department for Environment and Water. Basin Plan (2,750 GL plus a further 450 GL, a package equivalent to 3,200 GL; Restoring Our Rivers Act commenced 7 December 2023; first full review of the Basin Plan due in 2026). https://www.environment.sa.gov.au/topics/water-and-river-murray/projects-plans-security-and-legislation/legislation-and-policies/basin-plan

Australian Water Association. MDBA report shows plan aims have „a long way to go“ (positive local-scale environmental outcomes where environmental water was delivered). https://www.awa.asn.au/resources/latest-news/environment/natural-environment/mdba-report-shows-plan-aims-have-a-long-way-to-go

The Conversation (23 April 2019). Australia’s ‚watergate‘: here’s what taxpayers need to know about water buybacks. https://theconversation.com/australias-watergate-heres-what-taxpayers-need-to-know-about-water-buybacks-115838

Development finance, Israel and Singapore

International Finance Corporation. Aqaba-Amman Water Desalination & Conveyance (AAWDC), project disclosure. https://disclosures.ifc.org/project-detail/SII/47924/aqaba-amman-water-desalination-conveyance-aawdc

Haaretz (23 March 2015), via York University Middle East Environment archive. Israeli wastewater policy continues to pay off (85.6% of wastewater reused, the highest rate in the world). https://mideastenvironment.apps01.yorku.ca/2015/03/israeli-wastewater-policy-continues-to-pay-off-haaretz/

GovTech / McClatchy (24 March 2014). Desalination in Israel means robust water resilience (more than 80% of wastewater treated and recycled, mainly for agriculture). https://www.govtech.com/fs/desalination-in-israel-means-robust-water-resilience-.html

PUB, Singapore’s National Water Agency. Our Water Story (the four national taps: local catchment, imported water, NEWater and desalinated water). https://www.pub.gov.sg/Public/WaterLoop/OurWaterStory

WaterTechOnline. WaterTechOnline interviews Harry Seah, PUB (two-thirds of Singapore’s land area is water catchment; 17 reservoirs). https://watertechonline.com/watertechonline-interviews-harry-seah

Water & Wastes Digest (26 January 2017). Singapore opens fifth NEWater plant (enough NEWater capacity to meet up to 40% of total daily water demand). https://www.wwdmag.com/wastewater-treatment/news/10935243/singapore-opens-fifth-newater-plant

PUB (September 2023). Water price to rise from April 2024; Government to provide support (domestic tariffs for 0–40 m³ and above 40 m³ a month). https://www.pub.gov.sg/Resources/News-Room/PressReleases/2023/09/Water-price-to-rise-from-April-2024-Government-to-provide-support

Tortajada, C. (2006). Water Management in Singapore. International Journal of Water Resources Development, 22(2), 227–240. https://doi.org/10.1080/07900620600691944

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